The bartender hates you

16. September 2010

Affenpower

16. September 2010

Ich hab einen Monat nichts geschrieben.
Und nach einem Monat gepiesackt von Klausurphasen und schwerer Arbeit ist auch nichts besseres zustande gekommen als das.
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Er achtet sogar auf den Verkehr!

SX-70 Land Camera

16. August 2010

Gerade angekommen:
Meine Polaroid SX-70 Model 2 Land Camera in cremeweiß mit dunkelbrauner Belederung!
Die Belederung sieht durchaus ziemlich mitgenommen aus, aber die Aufklapp-Mechanik des Geräts scheint in einwandfreiem Zustand zu sein!
Gerade einen Impossible PX100 eingelegt und auch die Elektronik der Walzen scheint zu funktionieren.
Das Deckblatt wurde ohne Probleme ausgeworfen!
Freue mich auf das erste Bild, gerade ist es leider zu dunkel.
Das Gerät ist bildhübsch und wird bald öfter an meiner Seite sein.

Filme kosten 20 Euro für 8 Bilder!

Momentan gibt es bei Impossible eine Aktion für den neuen PX70 Farbfilm.
40 Euro, 3 Filme – da mich der blaustichige Farbfilm aber bis jetzt nicht wirklich
überzeugt hat, wollte ich erstmal den empfindlichen Sepia-Film ausprobieren!

Hier das Werbevideo aus den 70ern!

Edit:
Hab die Kamera heute ausprobiert – sie funktioniert hervorragend!
Muss nur die Linse & die Walzen ein bisschen säubern, bevor ich den nächsten Film
einlege!
Der PX100 ist ein Traum!

Vor gar nicht allzu langer Zeit hat eine Abfüllung aus dem (in Mixologenkreisen ja sehr verrufenem) Hause Bacardi mein Bild des Unternehmens nachhaltig verändert. Diese Abfüllung war der überraschend leckere Bacardi 8 und obwohl ich vorher recht schnell damit bei der Hand war Bacardi im Grundsatz zu verteufeln, bin ich damit jetzt doch etwas vorsichtiger geworden.
Die Produktpalette scheint doch über den unumstritten nicht so prächtigen “White Superior”, eine Reihe von gefärbten Rums, so wie einen ganzen Satz grausamer Fruchtinfusionen und Premixes hinauszugehen!
Wer hätte das erwartet?

Meine Verwunderung und mein Interesse haben mich zu weiterer Recherche getrieben und so hab ich rausgefunden, dass Bacardi wohl auch einen brauchbaren weißen Rum hergestellt haben soll!
Den – mir bis dato nicht bekannten – Bacardi Rubi Rey

Mal abgesehen von der wenig attraktiven Flasche, scheint, so las ich, hier ein guter und würziger weißer Rum an mir vorbeigegangen zu sein.

Hat jemand Informationen, wo dieser in Deutschland oder meinetwegen auch Europa zu beziehen ist?
Hat ihn jemand schon getrunken und sich ein Urteil gebildet?

Meine Suche war bis jetzt leider nicht gerade von Erfolg gekrönt und eine Antwort von der rumeigenen Webseite ist leider auch noch nicht eingegangen..

Ich bin doch sehr interessiert, selbst wenn der Rum sich nicht vor meinen momentanen Favoriten einordnen können sollte, würde ich ihn sehr gerne mal selbst verkosten.
Was soll schon schiefgehen?

Boston Sour

2. August 2010

Leider heute ohne Bild, aber ein weiteres Cocktailrezept:

Der Boston Sour,
eigentlich nur ein Whiskey Sour mit Eiweißzugabe, aber ein ganz
neuer Drink. Man lasse sich hier nicht von dem Eiweiß erschrecken.
Der erste Eiweißcocktail kostet jeden Überwindung, überzeugt aber fast immer!
Das Eiweiß bildet einen traumhaften Schaum und der gesamte Drink hat eine weiche Textur auf der Zunge, absolut göttlich.

Hier mein Rezept für den Boston Sour:
6cl Bourbon
3cl Zitronensaft
1-1.5cl Zuckersirup
1/2 Eiweiß

Und jetzt kommt ein Trick für das Eiweiß!
Will man seine Arme ein wenig schonen und hat genügend Zeit, schüttele man den Drink ohne Eis kurz und kräftig im Shaker, bevor ihr ihn richtig mit Eis schüttelt. Dann bekommt ihr eine cremige Textur, selbst wenn ihr danach nur wenig kräftiger als normal geshaked habt! Ich persönlich spare mir den dry shake meistens und schüttel dann lieber etwas stärker!

Also: sehr kräftig shaken und ganz normal in einen Tumbler großen Eiswürfeln abseihen! Dann noch eine Maraschinokirsche in dem Boston Sour versenken und der Drink ist servierfertig.

Als Bourbon hab ich den Blantons Single Barrel verwendet. Ein netter, aber etwas charakterloser Bourbon. Ich freue mich schon auf einen Versuch mit einem würzigerem Bourbon wie dem Elijah Craig!

Cheers!

Goldfish

8. Juli 2010

Die beiden Südafrikaner sind studierte Jazzmusiker und versorgen uns jetzt mit feinster tanzbarer Loungemusik!

Goldfish – Fort Knox

Das Album “Perceptions of Pacha” von 2008 ist sehr empfehlenswert!

DIY Gin Nosing Kit

8. Juli 2010

Gin ist (meist) neutraler Alkohol aus z.B. Getreide der mit Gewürzen/Kräutern, so genannten Botanicals, aromatisiert wird. Hauptbestandteil der Botanicals ist Wacholder, der dem Gin seine Unverwechselbarkeit verleiht.
Die Auswahl an Botanicals ist riesig und jeder Hersteller versucht mit einer eigenen Auswahl seinem Gin Charakter zu verleihen. Und tatsächlich gibt es riesige Unterschiede zwischen den einzelnen Gins, manche würzig, manche floral, manche süßlich und manche zitruslastig.

Ich trinke für mein Leben gern Gin und um die einzelnen Noten besser herauszuschmecken, hab ich mir was einfallen lassen. Denn obwohl ich ein Landkind bin, kann ich die meisten Geschmacksnoten nicht gleich benennen und selbst wenn ich einen Namen habe, kann ich den genauen Geschmack oder Geruch nicht abgrenzen. Also hab ich mir ein Nosingkit selbstgebaut. Dafür hab ich mir die gängisten Botanicals herausgesucht und konserviert, damit ich sie als Geruchsreferenz immer mal wieder hervorholen kann.

Und so hab ichs gemacht:
Erstmal braucht man sehr reinen Alkohol, ich habe 96% Weingeist aus der Apotheke genommen. 70% dürfte aber auch gut funktionieren. Außerdem braucht ihr ein Brettchen, ein Messer und kleine Apothekerfläschen (ebenfalls … aus der Apotheke! Hab 3cl). Praktisch sind noch ein paar Bögen Druckerpapier und Etiketten, damit ihr die Flaschen beschriften könnt.

Zu Anfang nehmt ihr das Gewürz, dass ihr konservieren wollt, streut es auf das Brettchen und zerkleinert es mit dem Messer.
Auf dem Bild seht ihr Sternanis. Hier bietet sich einfaches Abbrechen der einzelnen Flügel an!

Beim Einfüllen in die kleinen Flaschen hilft euch das erwähnte Druckerpapier. Meist hab ichs einfach nur geknickt und die Gewürze mit dem Finger in die Flasche geschoben,
ihr könnt euch aber auch einen Trichter basteln!

Nun füllt ihr die Flasche mit dem Gewürz (bis zur Hälfte bei den meisten Gewürzen. Bei Safran z.B. ist das zu teuer, aber der ist auch so intensiv genug!)
und füllt großzügig mit eurem Neutralalkohol auf!

Jetzt schreibt ihr noch ein hübsches Etikett (Meine sind aus der Apotheke und da steht leider noch der Name drauf …)
und stellt die Flasche zu den Anderen!

Tada!
Ihr schaffts wahrscheinlich auch ohne Anleitung!
Ich hab bis jetzt 26 Gewürze eingelegt und es hat bei allen (bis auf Holunder [bis jetzt!]) gut funktioniert. Habe immer ganze Gewürze genommen, also kein Pulver!
Rinden und Wurzeln brauchen etwas länger bis sie einen charakteristischen Geruch abgeben!

Hier noch eine Liste meiner Proben:
Sternanis
Angelikawurzel
Kubebenpfeffer
Zimt
Iriswurzel
Wacholder
Rosenblüten
Safran
Angosturarinde
Zitronengras
Piment
Nelken
Lorbeer
Zitronenschale
Wacholder
Holunderblüten
Szechuan-Pfeffer/Zitronenpfeffer
Fenchel
Ingwer
Veilchenblüten
Kardamom (eine Sauarbeit die Samen aus den Kapseln in die Flasche zu fummeln …)
Wermutkraut
Koriander
Süßholzwurzel
Chinarinde
Tonkabohnen
Schlehdornfrüchte

Es sind auch einige Gewürze dabei die nicht unbedingt in Gin zu finden sind, aber dafür gängige Gewürze für Wermut sind!
Als Quellen für die Botanicals hab ich einerseits die Webseiten und Flaschen der einzelnen Gins verwendet, zum anderen aber auch das Ultimate Bar Book von André Dominé.
Ein tolles Buch mit einer super umfassenden Warenkunde und auch einem ganz gutem Rezepteteil mit Bildern!
Die Gewürze hab ich hauptsächlich im Internet bestellt.

Seit einigen Tagen hab ich bereits den fantastischen Schokoladen-Geist “Mozart Dry” in meinem Barregal stehen.
Und gestern Abend feierte dieser seine Premiere dann in einem
“Chocolate & Bourbon Sour” nach Barworkz Berlin
Hier das Rezept:
3 cl Mozart Dry
3 cl Woodford Reserve (Bourbon Whiskey)
3 cl Zitronensaft
2 cl Zuckersirup
2 Dashes Angostura Bitter
Shake, strain, serve on the rocks in tumbler

Ich habe selbstgemachten Zuckersirup und als Bourbon den sehr runden Blantons Single Barrel verwendet.
Das Ergebnis war wenig zufriedenstellend: etwas zu sauer (sehr saure Zitronen) und der Mozart ging ein wenig unter; Lediglich im Abgang schmeckte man eine deutliche Kakaonote!
Zufriedenstellend nein, vielversprechend aber schon!
Die Kombination aus Bourbon und dem “Chocolate Spirit” ist interessant und sollte noch nicht abgehakt werden!

Auf jeden Fall wird es einen 2ten Versuch mit weniger Zitronensaft und einer minimal reduzierten Menge an Bourbon geben! Vielleicht probier ich auch mal den Elijah Craig für den Blantons. Der im Rezept explizit verlangte Woodford Reserve befindet sich leider NOCH nicht in meinem Sortiment.

Shake on!

Nachtrag:
Mit Elijah Craig sowie mit leicht veränderter Rezeptur gefällt er mir deutlich besser.
2 cl Zitronensaft
4cl Mozart
Schön rund und die Schokolade diesmal sehr viel deutlicher!

… dass es keine Autos gäbe.

Um nicht von der Hitze gedörrt zu werden, habe ich vor 2 Minuten mein Fenster aufgemacht.
Und jetzt …
zähle ich Lastwagen und freue mich auf Elektroautos in naher Zukunft..

Außerdem warte ich auf mein Paket von der Weinquelle, um meinen
wieder stark dezimierten Barstock aufzupeppeln!

10 Jahre hat China für das Monsterprojekt eingeplant.
“One line will connect London to Beijing in a two-day trip and continue on to Singapore.”
Das wäre ja so verdammt nice!

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